Clarity Act bringt Ripple unter Druck: Droht eine Neuordnung der XRP-Reserven?

Der US-amerikanische Clarity Act sorgt für wachsende Unruhe im XRP-Umfeld. Im Kern geht es um die Einstufung sogenannter „mature blockchain systems“. Eine zentrale Rolle spielt dabei der 20-Prozent-Test. Dieser bewertet nicht Stimmrechte, sondern den tatsächlichen Besitz der umlaufenden Token. Im Fokus stehen Insider, verbundene Unternehmen, Gründer, Führungskräfte und große Erstkäufer vom Emittenten. Genau hier könnte Ripple ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten.

Zum Jahresbeginn 2026 lagen rund 34,19 Milliarden XRP in Escrow. Zusätzlich hält Ripple selbst schätzungsweise 4,5 bis 5 Milliarden XRP. Hinzu kommen bekannte Bestände von Führungspersonen, allen voran Chris Larsen mit über 2 Milliarden XRP sowie weitere Wallets von Brad Garlinghouse und anderen Führungskräften. In Summe rückt die relevante Schwelle näher, vor allem wenn die SEC den Gesetzestext streng auslegt.

Der 20-Prozent-Test als Knackpunkt

Der Clarity Act sieht vor, dass Blockchains nur dann als ausgereift gelten, wenn bestimmte Haltergruppen weniger als 20 Prozent der umlaufenden Einheiten kontrollieren. Nicht betroffen sind zufällige Marktteilnehmer, sondern gezielt Insider und verbundene Akteure. Ripple-Escrows, Bestände für On-Demand-Liquidity und interne Wallets werden damit regulatorisch relevant, sobald sie diesen Kategorien zugeordnet werden.

Brisant wird es durch eine mögliche Offenlegungspflicht. Ripple müsste im Zweifel detailliert darlegen, wer wirtschaftlich über die Escrow-Bestände verfügt. Seit Jahren kursieren Spekulationen über Beteiligungen großer Banken oder staatlicher Institutionen. Sollte das Gesetz unverändert verabschiedet werden, könnte daraus erstmals regulatorischer Handlungsdruck entstehen.

Ripple hat mehrere Optionen. Der bisherige Ansatz könnte fortgeführt werden. Monatlich wird rund 1 Milliarde XRP freigegeben, wovon ein Großteil erneut in Escrow wandert. Nur ein kleiner Teil gelangt über Liquiditätsprogramme und Partnerschaften in den Umlauf. Dieses Modell streckt das Angebot über viele Jahre und hält den Verkaufsdruck niedrig.

Alternativ wäre eine noch aggressivere Re-Escrow-Strategie denkbar. Ungenutzte Tranchen könnten weiter in die Zukunft verschoben werden, um den frei verfügbaren Anteil zu senken. Auch Token-Burns stehen theoretisch im Raum, gelten intern jedoch als wenig sinnvoll. Diskutiert wird zudem eine Umlenkung in institutionelle Produkte wie ETFs oder langfristige Custody-Strukturen, um XRP außerhalb des Spotmarkts zu binden.

Rückenwind aus Dubai für Ripple

Abseits der US-Regulierung zeigt sich, wie stark sich Blockchain-Zahlungsmodelle international weiterentwickeln. Die Dubai Financial Services Authority hat RLUSD offiziell als zulässigen Stablecoin im Dubai International Financial Centre anerkannt. Neben USDC und EURC zählt RLUSD damit zu den wenigen digitalen Währungen, die innerhalb dieses Finanzplatzes für institutionelle Anwendungen freigegeben sind.

Für Ripple ergibt sich daraus ein klarer Vorteil. Banken, Fintechs und Fonds im DIFC können RLUSD für Zahlungen, Handel und Settlement einsetzen, ohne regulatorische Umwege. Ripple ist in Dubai bereits als Zahlungsanbieter lizenziert und erweitert dort Schritt für Schritt seine Infrastruktur. Mit wachsender Nutzung von RLUSD steigt auch die Relevanz von XRP, vor allem als Brückenasset in Zahlungsströmen, bei denen direkte Liquidität zwischen Währungen fehlt.

Genau dieser Fokus auf effiziente Zahlungsabwicklung lenkt den Blick auch auf Bitcoin. Lange galt das Netzwerk primär als Wertaufbewahrung, während schnelle Transaktionen und komplexe Anwendungen ausgelagert wurden. Neue Layer-2-Ansätze wie Bitcoin Hyper ($HYPER) greifen dieses Defizit auf und bilden Zahlungsprozesse ab, die bisher eher bei spezialisierten Netzwerken zu finden waren.

Das Projekt arbeitet an einer Layer-2-Lösung für Bitcoin, die auf der Solana Virtual Machine basiert. Dadurch sollen schnelle, kostengünstige Transaktionen möglich werden, ohne die Sicherheitsbasis der Bitcoin-Blockchain zu verlassen. Der HYPER-Token übernimmt dabei mehrere Rollen, von Gebühren über Staking bis hin zur Governance. Für viele steht damit weniger der Vergleich mit frühen Bitcoin-Investments im Vordergrund, sondern der Aufbau einer Infrastruktur, die Bitcoin erstmals näher an reale Zahlungsanwendungen heranführt.

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